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ROI

Return On Investment — Profitabilität im Turnier

Definition

Der ROI (Return On Investment) misst die Profitabilität eines Turnierspielers: (Gesamtgewinne − gezahlte Buy-ins) ÷ gezahlte Buy-ins, ausgedrückt in Prozent. Ein Spieler, der 10 000 € an Buy-ins investiert und 12 000 € kassiert hat, hat einen ROI von 20%: Jeder Buy-in-Euro brachte ihm 20 Cent Profit. Es ist das Turnier-Äquivalent der Cash-Game-Winrate in bb/100. Die Größenordnungen variieren enorm nach Format und Feld: In Online-MTTs mit kleinen Buy-ins erreichen sehr gute Regs 20-30%; mit steigenden Limits und härteren Feldern komprimieren sich die ROIs Richtung 5-15%. In Spin & Gos, wo Rake und 3-Spieler-Struktur wenig Spielraum lassen, genügt ein ROI von wenigen Prozent, um über das Volumen ein großer Gewinner zu sein. Die Falle des ROI ist die Stichprobe: Die Turniervarianz ist so groß, dass ein über ein paar hundert MTTs gemessener ROI fast nichts aussagt — ein einziger großer Score kann ihn von −20% auf +40% drehen. Es braucht tausende Turniere, bis der beobachtete ROI gegen den echten konvergiert. Bis dahin bleiben Entscheidungsqualität und Bankroll-Management die einzigen verlässlichen Indikatoren.

Konkretes Beispiel

Ein 25-€-Spin-&-Go-Reg spielt 20 000 Spins im Jahr (500 000 € an Buy-ins). Mit 4% ROI erzielt er 20 000 € Profit. Derselbe ROI, gemessen über 500 Spins, hätte keinerlei statistische Aussagekraft: Bei diesem Volumen übersteigt die Standardabweichung des ROI die 4% bei weitem.

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