Pot Odds
Das Verhältnis von zu callender Wette zum Gesamtpot, um zu entscheiden, ob ein Call profitabel ist
Definition
Die Pot Odds sind das Verhältnis zwischen der zu callenden Wette und der Größe des Gesamtpots nach dem Call. Sie drücken die minimale Equity aus, die nötig ist, damit der Call profitabel ist (Break-even). Übersteigt deine Equity die Pot Odds, ist der Call +EV. Formel: Pot Odds = zu callende Wette / (Pot + gegnerische Wette + zu callende Wette). Das Ergebnis in Prozent = die mindestens erforderliche Equity. Die Pot Odds sind die Grundlage der Call/Fold-Mathematik im Poker. Sind die Pot Odds 25 % und deine Equity 30 %, ist der Call um 5 % +EV pro gesetztem Euro. Ist deine Equity 20 %, ist der Call um 5 % -EV. Du solltest vor jeder Entscheidung Pot Odds und Equity vergleichen. Die Pot Odds sollten außerdem mit den Implied Odds (potenzielle zukünftige Gewinne) kombiniert werden, in Situationen, in denen du zusätzliche Chips herausholen kannst, wenn du deinen Draw triffst.
Pot = 100 €, der Gegner setzt 50 €. Du musst 50 € callen. Der Gesamtpot nach dem Call ist 200 €. Deine Pot Odds = 50/200 = 25 %. Du brauchst mindestens 25 % Equity, um bei diesem Call Break-even zu sein.