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Limp

Preflop in den Pot einsteigen, indem man nur das Blind bezahlt

Definition

Limpen bedeutet, preflop in einen Pot einzusteigen, indem man einfach den Big Blind bezahlt, statt zu raisen. Man unterscheidet den Open-Limp (als Erster limpend einsteigen) vom Limp-Behind oder Over-Limp (nach einem oder mehreren Limpern limpen). Im 6-max Cash Game mit tiefen Stacks kommt der Open-Limp in soliden Strategien nicht vor: Die Regel "raise or fold" dominiert, denn Limpen gibt die Initiative auf, bietet keinerlei Fold Equity und erzeugt Multiway-Pots, in denen selbst gute Hände an Wert verlieren. Ein Spieler, der nur mit Monstern open-limpt und dann raist (Limp-Raise), wird sofort lesbar. Aber der Limp ist nicht immer ein Fehler: Im Heads-Up und in Spin & Gos mit kurzen Stacks limpen Solver einen erheblichen Teil der SB-Range — einschließlich starker Hände, um die Range zu schützen und ausgewogen limp-raisen zu können. Ebenso kann das Komplettieren im SB in einem nicht eröffneten Pot oder das Over-Limpen kleiner Paare und Suited Connectors hinter mehreren Limpern dank des gebotenen Preises korrekt sein. Der entscheidende Unterschied: Ein Limp als Teil einer ausgewogenen Strategie hat nichts mit einem Limp aus Passivität zu tun.

Konkretes Beispiel

Im 100bb 6-max Cash limpt UTG AA "als Falle": einmal spielbar, aber wenn er NUR seine Monster limpt, ist seine Strategie durchschaubar und ausbeutbar. Im Heads-Up bei 15bb limpt der Solver dagegen ~60% der Hände aus dem SB, von den schwächsten spielbaren bis zu gemischten Premium-Händen — ein ausgewogener, nicht ausbeutbarer Limp.

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Limp beim Poker — Definition | Forge.poker