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Grundlagen

Range

Die Gesamtheit der Hände, die in einer bestimmten Situation gespielt werden

Definition

Eine Range ist die Gesamtheit aller Hände, die ein Spieler in einer bestimmten Situation haben kann. Statt isoliert Hand für Hand zu denken, denkt ein solider Spieler in Ranges: „In dieser Situation spiele ich 35 % der Hände – welche?". Das ist eines der grundlegenden Konzepte des modernen Pokers. Jede Preflop-Aktion (Open, Call, 3-Bet, Fold) entspricht je nach Position einer präzisen Range. Postflop entwickelt sich die Range auf jeder Street je nach den getroffenen Aktionen weiter. Ranges werden auf einem 13×13-Raster dargestellt, das alle möglichen Kombinationen im Texas Hold'em auflistet. Seine Ranges zu beherrschen bedeutet, in jeder Situation ohne Zögern zu wissen, welche Hände man spielt. Genau das ermöglicht verteiltes Wiederholen: die richtigen Entscheidungen automatisch zu verankern. Eine gut gebaute Range ist konsistent, ausbalanciert und für den Gegner schwer auszunutzen.

Konkretes Beispiel

Die Open-Range des BTN im 6-max Cash Game bei 100bb umfasst rund 45 % der Hände: alle Paare, die Broadway-Asse, die Suited Connectors und viele Offsuit-Broadways. UTG hingegen öffnet nur ~15 % der Hände, weil das Spiel aus früher Position ein großer Nachteil ist.

Häufige Fragen

Wie baut man eine Poker-Range auf?

Man geht von Position und Stacktiefe aus und wählt dann die Hände nach Wert (Paare, Broadways, Suited Connectors), bis die Zielhäufigkeit erreicht ist. Eine solide Range bleibt von Street zu Street konsistent und balanciert Value und Bluffs, um schwer ausbeutbar zu sein.

Wie viele Hände öffnet man je nach Position?

Im 6-max-Cash bei 100bb öffnet man etwa 15 % UTG, 20 % im HJ, 25-27 % im CO und 45-50 % am Button. Je näher am Button, desto weiter öffnet man, weil der Vorteil, in Position zu spielen, schwächere Hände ausgleicht.

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