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ICM

Independent Chip Model — der reale Wert von Turnier-Chips

Definition

Das ICM (Independent Chip Model) ist ein mathematisches Modell, das Turnier-Chips in realen Geldwert umrechnet, basierend auf dem Prize Pool, den bezahlten Plätzen und dem aktuellen Stack jedes Spielers. Es ist ein grundlegendes Konzept, um Turnier-Entscheidungen zu verstehen. Unter dem ICM haben Chips keinen linearen Wert. Deine Chips zu verdoppeln verdoppelt nicht deine reale Equity, weil die Wertkurve konkav ist: Jeder zusätzliche Chip ist weniger wert als der vorige. Verlorene Chips sind mehr wert als gewonnene. Deshalb werden nahe der Bubble oder am Turnierende Hände, die in Chip-EV profitabel sind, in $EV zu -EV. Das ICM rechtfertigt sehr enge Folds in Bubble- oder Finaltisch-Situationen, sogar mit guten Händen. Das ICM zu verstehen ist essenziell für MTTs, Spin & Gos (mit ihrem variablen Prize Pool) und SNGs.

Konkretes Beispiel

Bubble eines Turniers, das 3 von 4 Spielern bezahlt. Du hast 20bb. Ein All-in mit AA zu callen kann unter ICM -$EV sein, wenn mehrere Short Stacks wahrscheinlich vor dir busten und dir der bezahlte Platz durch Folden gesichert ist.

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