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ICM

Independent Chip Model — der reale Wert von Turnier-Chips

Definition

Das ICM (Independent Chip Model) ist ein mathematisches Modell, das Turnier-Chips in realen Geldwert umrechnet, basierend auf dem Prize Pool, den bezahlten Plätzen und dem aktuellen Stack jedes Spielers. Es ist ein grundlegendes Konzept, um Turnier-Entscheidungen zu verstehen. Unter dem ICM haben Chips keinen linearen Wert. Deine Chips zu verdoppeln verdoppelt nicht deine reale Equity, weil die Wertkurve konkav ist: Jeder zusätzliche Chip ist weniger wert als der vorige. Verlorene Chips sind mehr wert als gewonnene. Deshalb werden nahe der Bubble oder am Turnierende Hände, die in Chip-EV profitabel sind, in $EV zu -EV. Das ICM rechtfertigt sehr enge Folds in Bubble- oder Finaltisch-Situationen, sogar mit guten Händen. Das ICM zu verstehen ist essenziell für MTTs, Spin & Gos (mit ihrem variablen Prize Pool) und SNGs.

Konkretes Beispiel

Bubble eines Turniers, das 3 von 4 Spielern bezahlt. Du hast 20bb. Ein All-in mit AA zu callen kann unter ICM -$EV sein, wenn mehrere Short Stacks wahrscheinlich vor dir busten und dir der bezahlte Platz durch Folden gesichert ist.

Häufige Fragen

Warum sind Chips weniger wert, wenn man sie gewinnt?

Weil der Chip-Wert im Turnier konkav ist (ICM-Modell): Der Preispool ist endlich und die bezahlten Plätze deckeln den Gewinn. Den Stack zu verdoppeln verdoppelt daher nicht seinen realen Geldwert — daher engere Folds, als der Chip-EV allein nahelegt.

Wann wiegt ICM am stärksten?

Nahe der Bubble und an den Pay-Jumps (Final Table), wo Ausscheiden oder Überleben den Geldwert stark verändert. In Chips profitable Hände können dort in echtem Geld -EV werden.

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