Nash-Gleichgewicht
Der Gleichgewichtspunkt, an dem kein Spieler sich einseitig verbessern kann
Definition
Das Nash-Gleichgewicht, vom Mathematiker John Nash formuliert, ist der Punkt, an dem zwei Spieler ihre bestmöglichen Strategien gegeneinander spielen. Keiner von beiden kann sein erwartetes Ergebnis durch einen einseitigen Strategiewechsel verbessern – beide Strategien sind wechselseitig optimal. Im Poker entspricht das Nash-Gleichgewicht der reinen GTO-Strategie. Auf das Push/Fold angewendet (die beiden einzigen Aktionen, wenn der Stack sehr kurz ist) geben die Nash-Charts genau an, welche Hände man je nach Stack in Big Blinds, Position und Spielerzahl pusht. Diese Charts sind mathematisch optimal gegen einen Gegner, der ebenfalls optimal spielt. Im Spin & Go sind die Nash-Push/Fold-Ranges essenziell, weil die Blinds sehr schnell steigen. Bei 15bb heads-up sagt dir Nash, ~45 % der Hände aus dem SB (der zugleich der Button ist) zu pushen. Von diesen Charts abzuweichen schafft ausnutzbare Schwächen gegen einen kompetenten Gegner.
Die Nash-Push/Fold-Charts geben genau an, welche Hände man je nach Stack (in bb) pusht, um heads-up unausnutzbar zu sein. Bei 10bb BTN vs BB pushst du laut Nash rund 60 % der Hände.