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Poker-Range-Tabelle: Charts lesen und einprägen

Wie man eine Poker-Range-Tabelle (das 13×13-Raster) liest, die Open-, 3-Bet- und Push/Fold-Charts versteht und sie vor allem dauerhaft einprägt. Kostenloser Guide.

13. Juni 2026

Jeder ernsthafte Spieler hat irgendwann eine Poker-Range-Tabelle gesucht: diese farbigen Raster, die zeigen, welche Hände man je nach Position spielt. Doch man muss sie noch lesen können, verstehen, was sie sagen, und – das Schwierigste – sie einprägen. Dieser kostenlose Guide deckt alles ab.

Das 13×13-Raster: wie man eine Range-Tabelle liest

Eine Range-Tabelle beruht immer auf derselben Basis: dem Raster der 169 Starthände, also 13 Spalten × 13 Reihen. So ist es aufgebaut:

  • Die Diagonale (von der oberen linken zur unteren rechten Ecke) enthält die Paare: AA, KK, QQ … bis 22.
  • Das Dreieck oberhalb der Diagonale: die Suited-Hände (gleiche Farbe), mit „s" markiert – z. B. AKs, T9s.
  • Das Dreieck unterhalb: die Offsuit-Hände (verschiedene Farben), mit „o" markiert – z. B. AKo, T9o.

Jedes Feld ist nach der empfohlenen Aktion eingefärbt: spielen / raisen / 3-Bet / folden. Eine Range ist einfach die Menge der „zu spielenden" Felder in einer bestimmten Situation.

Die wichtigsten Arten von Range-Tabellen

Vor allem diesen Chart-Familien wirst du begegnen:

Die Open-Charts (RFI — Raise First In). Welche Hände man öffnet, wenn noch niemand geraist hat, je nach deiner Position. Je näher du am Button bist, desto weiter wird die Range: UTG öffnet tight, der BTN öffnet weit.

Die 3-Bet-Charts. Welche Hände man gegen einen Open raist. Sie mischen Value-Hände (QQ+, AK) und Blocker-Bluffs (A5s, A4s). Wir erklären alles in das 3-Bet im Poker.

Die BB-Defense-Charts. Welche Hände man aus dem Big Blind gegen einen Open verteidigt (Call oder 3-Bet).

Die Nash-Push/Fold-Charts. In Turnieren oder im kurzstackigen Spin & Go, welche Hände man je nach Anzahl der Blinds jammt. Siehe Nash-Push/Fold im Spin & Go.

Warum sich Ranges mit der Position ändern

Das ist das Schlüsselkonzept, das man verstehen muss, bevor man irgendetwas einprägt. Je später du in der Setzrunde handelst, desto mehr Information hast du und desto mehr Hände kannst du spielen. Daher:

  • UTG (zuerst dran): tighte Range, ~15 % der Hände.
  • CO / BTN: weite Range, bis zu ~45-50 % am Button.
  • Blinds: spezifische Ranges, weil du postflop out of position spielst.

Diese Logik zu verstehen lässt dich die Charts viel schneller behalten: Du prägst dir keine willkürliche Liste ein, sondern eine Logik mit ein paar Ausnahmen. Zum Vertiefen lies die Positionen im Poker.

Das eigentliche Problem: die Tabelle im Spiel abrufen

Hier ist die Falle der Range-Tabellen: Sie anzusehen reicht nicht. Im echten Spiel hast du weder die Zeit noch das Recht, einen Chart zu öffnen. Du musst die Range im Gedächtnis haben, sofort.

Und genau hier hängen die meisten Spieler. Sie lesen ihre Charts immer wieder, in der Illusion, sie zu kennen – bis sie am Tisch bei 9To im CO zögern.

Die Lösung ist nicht, mehr zu lesen, sondern sich selbst zu testen: die Range aus dem Gedächtnis nachzubauen und seine Fehler zu korrigieren.

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Wie man eine Range-Tabelle effektiv einprägt

Die Methode, die funktioniert, lässt sich auf drei Prinzipien bringen:

  1. Aktives Abrufen. Bau die Range Feld für Feld aus dem Gedächtnis nach, statt sie wiederzulesen. Jeder korrigierte Fehler verankert sie dauerhaft.
  2. Verteiltes Wiederholen (SRS). Wiederhole jede Range kurz bevor du sie vergisst. Wackelige Ranges kommen oft zurück, solide selten.
  3. Eine Schicht nach der anderen. Beherrsche die Opens vor den 3-Bets, ein Format vor dem nächsten.

Wir entwickeln diese Methode in Ranges kostenlos lernen und wie man sich seine Ranges einprägt.

Wo man zuverlässige Range-Tabellen findet

Du kannst deine eigenen Charts importieren (aus Range Manager .rm, in Textnotation wie AA,KK,QQ+, oder als JSON) oder von einer Bibliothek vorinstallierter GTO-Ranges ausgehen: Nash-Push/Fold, 6-max-Opens usw. Wichtig ist weniger die Quelle als deine Fähigkeit, sie einzuprägen und ohne Zögern zu spielen.

FAQ

Wie liest man eine Poker-Range-Tabelle? Auf dem 13×13-Raster: Paare auf der Diagonale, Suited-Hände (s) oben, Offsuit-Hände (o) unten. Die farbigen Felder zeigen die in der jeweiligen Situation zu spielenden Hände.

Sind die Ranges auf allen Positionen gleich? Nein. Je näher du am Button bist, desto weiter ist deine Open-Range. Die Blinds haben spezifische Ranges, weil du nach dem Flop out of position spielst.

Wie prägt man sich eine Range-Tabelle dauerhaft ein? Durch aktives Abrufen (die Range aus dem Gedächtnis nachbauen) und verteiltes Wiederholen (zum richtigen Zeitpunkt wiederholen). Passives Wiederlesen reicht nicht.

Kann man Ranges kostenlos trainieren? Ja. Forge.poker bietet das 13×13-Quiz, verteiltes Wiederholen und Chart-Import kostenlos, ohne Kreditkarte.

Fazit

Eine Range-Tabelle ist nur etwas wert, wenn du sie am Tisch im Kopf hast. Lerne sie zu lesen, verstehe die Positionslogik dahinter, und präge sie dir dann durch aktives Abrufen und verteiltes Wiederholen ein. So wandert ein Chart vom Bildschirm in dein Spiel.

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