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Strategie

Set Mining

Mit einem kleinen Paar callen, um ein Set zu floppen

Definition

Set Mining bedeutet, einen Preflop-Raise mit einem kleinen oder mittleren Paar (22-88) zu callen, mit dem einzigen Ziel, am Flop einen Drilling zu treffen — ein Set — und einen sehr großen Pot gegen eine starke gegnerische Hand zu gewinnen. Das Paar selbst ist nach dem Flop selten spielbar: Der Plan ruht vollständig auf den ~12% Wahrscheinlichkeit, das Set (oder besser) zu floppen. Die Profitabilität folgt einer Implied-Odds-Arithmetik: Das Set kommt etwa einmal in 8,5 Fällen, und man muss noch bezahlt werden. Die übliche Regel verlangt, dass der effektive Stack mindestens ~15-mal den Callbetrag ausmacht (die Vorsichtigen sagen 20). Bei 100bb ist der 3bb-Call mit 4♠4♦ Standard; bei 30bb effektiv ist derselbe Call von vornherein verbrannt — es gibt nicht genug zu gewinnen, um all die verfehlten Flops zu finanzieren. Zwei Bedingungen verbessern den Ertrag deutlich: eine starke gegnerische Range (ein enges UTG-Open bezahlt mit seinem Overpair viel bereitwilliger als ein weites BTN-Open) und das Schließen der Action (kein Risiko eines Re-Raises dahinter). Vorsicht vor der Set-Falle auf koordinierten Boards: Set over Set ist extrem selten, aber Set gegen Flush oder Straße ist eine Realität, die Fastplay erzwingt.

Konkretes Beispiel

UTG (tight) eröffnet auf 2,5bb bei 120bb effektiv. Mit 5♥5♦ im HJ ist der Call profitables Set Mining: Verhältnis von 48:1 zwischen Stack und Callpreis, und die UTG-Range (Overpairs, AK) bezahlt ein Set großzügig. Derselbe Call bei 25bb effektiv (Verhältnis 10:1) ist ein mathematischer Fehler.

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Set Mining beim Poker — Definition | Forge.poker