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Turnier

Bubble

Die Schwelle zu den bezahlten Plätzen eines Turniers

Definition

Die Bubble ist der Moment im Turnier, in dem nur noch eine Elimination vor den bezahlten Plätzen fehlt: Der nächste ausscheidende Spieler geht leer aus, alle danach kassieren. Es ist der Punkt maximaler Spannung des Turniers — und der Moment, in dem die ICM-Theorie ihre heftigsten Effekte entfaltet. An der Bubble explodiert der Wert des Überlebens: Den Stack zu verlieren kostet weit mehr, als seine Verdopplung einbrächte (in echtem Geld, nicht in Chips). Die strategischen Folgen sind mechanisch: Mittlere und kurze Stacks müssen sich drastisch verengen — sehr starke Hände zu folden wird korrekt —, während die Big Stacks, die niemand eliminieren kann, fast ohne Widerstand angreifen können. Es ist die kontraintuitivste Umkehrung des Turnierpokers: Dieselbe Hand, beim selben Stack, spielt sich anders, je nachdem, wer sie hält. Die Bubble gut zu spielen verlangt zu wissen, wer wen covert: Ein mittlerer Stack vor dem Shove eines Stacks, der ihn covert, ist in der schlechtestmöglichen Lage; derselbe Stack gegenüber einem Short, den er covert, kann seine Calls erweitern. Nach dem Platzen der Bubble kippt die Dynamik schlagartig: Die Shorts, befreit, jammen sehr weit, um wieder aufzubauen — man muss seine Calls entsprechend erweitern.

Konkretes Beispiel

Turnier: 100 Teilnehmer, 15 bezahlt, 16 übrig. Du bist 8. im Chipcount mit A♠Q♠ im BB; der Chipleader, der dich weit covert, shovt aus dem SB. In reinem Chip-EV ist der Call offensichtlich; an der Bubble macht das ICM daraus einen disziplinierten Fold: Dein Turnier hier zu riskieren kostet mehr an Preispool-Equity, als die Chips einbringen würden.

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Bubble beim Poker — Definition | Forge.poker