Board-Textur
Der Koordinationsgrad des Flops — trocken, nass, gepaart, monoton
Definition
Die Textur beschreibt, wie viele Draws ein Board bietet und wie es sich mit den Ranges verbindet. Ein trockenes Board (A♦7♠2♣ „Rainbow") bietet fast keine Draws; ein nasses, koordiniertes Board (J♠T♠8♦) öffnet Straßen, Flushes und Two Pairs; dazu kommen gepaarte Boards (K77) und monotone Boards (drei Karten einer Farbe), die eigenen Logiken folgen. Die Textur steuert die Setzstrategie direkt. Auf trockenem Board, das den Opener begünstigt, ist die C-Bet häufig und klein (25-33 % des Pots): Wenige gegnerische Hände können weitermachen, viel zu riskieren ist unnötig. Auf koordiniertem Board, das die Range des Verteidigers trifft, c-bettet man seltener und größer und checkt einen viel größeren Teil der Range. Die zweite Achse: statisch oder dynamisch. Auf einem statischen Board (K72 Rainbow) bewegt sich die Hand-Hierarchie kaum — Top Pair bleibt Top Pair. Auf einem dynamischen Board (9♠8♠6♦) kann fast jeder Turn die Ordnung umwerfen: Man value-bettet sofort stärker und bleibt mit Ein-Paar-Händen vorsichtig.
BTN gegen BB. Auf A♦7♠2♣ C-Bet von 30 % des Pots mit sehr hoher Frequenz: Die Range des BTN dominiert, und kaum ein Turn ändert etwas. Auf 9♠8♠6♦ checkt derselbe BTN viel öfter: Dieses Board trifft die Verteidigungs-Range der BB mit voller Wucht — Straßen, Two Pairs, große Draws — und jeder Turn kann alles neu mischen.