Slowplay
Eine Monsterhand passiv spielen, um eine Falle zu stellen
Definition
Slowplay bedeutet, eine sehr starke Hand passiv zu spielen (Check, Call), um ihre Stärke zu verbergen und den Gegner sich selbst fangen zu lassen — sei es durch Bluffs, sei es durch das Festklammern an einer zweitbesten Hand. Es ist das Gegenteil des Fastplays, das den Pot sofort aufbaut. Slowplay ist nur korrekt, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Deine Hand fürchtet fast keine kommende Karte (trockenes Board, abgesicherte Hand), die gegnerische Range ist ohnehin zu schwach, um große Einsätze zu bezahlen, und der Gegner ist fähig zu bluffen, wenn du Schwäche zeigst. Das gefloppte Set auf A-7-2 Rainbow gegen einen aggressiven Spieler ist der ideale Kandidat; dieselbe Hand auf J-T-9 zweifarbig ist der absolute Anti-Kandidat. Das klassische Leak der Freizeitspieler ist zu viel Slowplay: Jede passive Street mit einem Monster ist endgültig verlorener Value, und Karten, die "nichts ändern", sind seltener als gedacht. Die Standardregel des modernen Pokers: Große Hände wollen große Pots, und man muss früh anfangen, sie aufzubauen. Slowplay ist die begründete Ausnahme, nicht die Norm.
Du verteidigst den BB mit 2♠2♣, Flop A♦2♥7♠ gegen den BTN-Eröffner, einen sehr aggressiven Spieler. Den Flop check-zu-callen statt check-zu-raisen ist ein vernünftiges Slowplay: Das Board ist knochentrocken, fast kein Turn überholt dich, und er wird seine Luft weiter anspielen. Auf einem Flop 9♠8♠7♥ sollte dein Set dagegen sofort raisen.