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Overbet

Eine Bet, die größer ist als der Pot

Definition

Ein Overbet ist eine Bet über der Potgröße (125%, 150%, sogar 2× Pot oder mehr). Lange als Maniac-Move wahrgenommen, ist es zu einem zentralen Werkzeug moderner Solver-Strategien geworden, auf Texturen, wo es Druck und Value maximiert. Ein Overbet ist von Natur aus polarisiert: Es repräsentiert entweder eine sehr starke Hand oder einen Bluff — nie eine mittlere Hand, die kein Interesse daran hat, den Pot aufzublähen. Die strukturelle Bedingung für ein Overbet ist der Nut Advantage: Wenn deine Range die stärksten möglichen Hände enthält und die gegnerische Range gecappt ist (er hätte mit seinen Monstern früher geraist), kannst du riesig setzen, ohne viel fürchten zu müssen. Defensiv gesehen zerquetscht das Overbet die gegnerische MDF: Gegen 2× Pot muss der Gegner nur ~33% seiner Range verteidigen, was bedeutet, dass er sehr viel foldet — und deine Bluffs, gewählt mit Blockern der callenden Hände, werden hochprofitabel. Der Preis: Jeder gescheiterte Bluff ist teuer, daher die Bedeutung disziplinierter Frequenzen.

Konkretes Beispiel

Du eröffnest am BTN, BB callt. Board A♠K♥5♦-2♣-7♠: Die Range des BB ist gecappt (mit AK, AA oder KK hätte er preflop ge-3-bettet), während deine Range all diese Monster enthält. Der Solver overbettet am River ~150% Pot mit zwei Paaren und besser für Value, und Bluffs wie Q♠J♠ oder QT (verpasste Gutshots, die die Straights blocken... und im Showdown nichts schlagen).

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Overbet beim Poker — Definition | Forge.poker